Gegenstände

Ich wandele oft durch meine Wohnung und schaue mir meine Gegenstände an. Ich habe sie alle mit viel Liebe und Sorgfalt ausgesucht und gekauft. Meine Lieblingsfarben Türkis und Petrol findet man in jedem Bereich: Geschirr, Bilder, Couch, Bett, kleine Dekoartikel, Teppiche und sogar meine Kosmetiktücherbox stimme ich farblich ab. Fast täglich frage ich mich jedoch innerlich, auf was ich verzichten könnte, wenn ich meine Weltreise antrete und nur zwei Kartons unterstellen möchte? Welche Dinge haben wirklich eine Bedeutung und können nicht ersetzt werden? Die mit Erinnerungen verknüpft sind oder die mir einfach sehr gefallen und in der Anschaffung in der Zukunft zu teuer sein werden? Ich spiele gerne mit den Gedanken, die sich mit einem minimalistischen und puristischen Lebensstil befassen. Mich befreit diese Idee alles loszuwerden, was ich, vor allem als zukünftige Weltenbummlerin, nicht benötige. Denn was brauchen wir zum Glücklichsein tatsächlich? Diese Gegenstände, an die wir uns klammern, kreieren selbstverständlich ein gemütliches, individuelles Zuhause. Ich finde jedoch, dass es vielen Menschen mal gut täte, sich von all der äußerlichen Gemütlichkeit zu lösen und nach deren Ursprung im Inneren zu suchen. Erst wenn man alles von sich abblättert, was einen umhüllt und vermeintlich Halt schenkt, entdeckt man vielleicht noch mehr von seinem eigenen wahren Selbst.